fühlen ● verstehen

Anja und Helfari

Nicht von der Reitweise zur Reitlehrerin, sondern umgekehrt führte unser Weg.

Zufällig begegnete ich Ulli Hug. Von „akademischer Reitweise“ hatte ich noch nichts gehört. Mir gefiel Ullis ruhige Art im Umgang mit Pferd und Schüler. Beim Zuschauen fand ich die nach oben gehaltene Gerte zunächst etwas befremdlich, aber es hielt mich nicht davon ab bei Ulli Unterricht zu nehmen. „Man muss ja nicht alles mitmachen…..“ dachte ich mir. So begann unsere gemeinsame Arbeit mit meinem Isländer.

Helfari ist ein sehr menschenbezogenes aber gegenüber Neuem auch ängstliches Pferd. Er tat sich schwer, die Hilfen anzunehmen und einfach einmal zu versuchen, was wir von ihm wollten. Sobald wir ihn stellen wollten, entzog er sich. Nachdem wir abgeklärt hatten, dass es keine physischen Gründe für sein Verhalten gab, sondern die Probleme im „Isi-Kopf“ verankert sein müssen, fingen wir mit ganz kleinen Schritten an. Zeitweise arbeiteten wir ihn nur vom Boden aus.

Ich habe es Ullis respekt- und liebevoller Art zu verdanken, dass sich der introvertierte Isländer heute auf Lektionen einlässt von denen ich vor Jahren noch nicht zu Träumen gewagt hätte.

Es ist nicht nur die Reiterei, die sich durch Ullis Unterricht verändert und natürlich verbessert hat. Es ist vor allem die Haltung gegenüber dem Lebewesen Pferd die eine andere Bedeutung bekommt.

Mit viel Geduld, Respekt, Fachwissen und vor allem Liebe arbeitet sie mit unseren Vierbeinern. Vielen Dank Ulli.

Anja im April 2011